Kürzlich war Tag des Schweizer Bieres. Standesgemäss besuchte ich eine Brauerei, dieses Mal Dr. Brauwolf. Und weil ich ein Fan ihrer Biere bin, und sie wie wir den Wolf im Firmenwappen drin haben, wird der heutige Kampf zwischen zwei IPA’s aus dieser Brauerei stattfinden.
Hier die bisherigen Kämpfe:
Fight 1 plus Einführung/Erklärung der Regeln
Fight 2
Fight 3
Fight 4

Bevor wir zum Haupt-Event kommen, soll an dieser Stelle noch jemandem die letzte Ehre erwiesen werden, den wir alle nicht wirklich kannten, und doch viele von uns vermissen werden. Larry Dalrymple, eine der Barfliegen aus Moe’s Taverne, in einer der noch immer besten Serien, die es gibt, die Simpsons.
Der Tages-Anzeiger hat dazu eine sehr schöne Würdigung verfasst. RIP, lieber Larry, Cheers in Heaven!

Nun zum Kampf: In der einen Ecke haben wir Mango, ein herrlich fruchtiges und starkes Double IPA, mit 8,4 Alkoholprozenten und 60 Bittereinheiten; genau mein Beuteschema. Die Hopfensorten Citra, Azacca und Sabro gehen mit dem ecuadorianischen Mango-Puree eine äusserst schmackhafte Verbindung ein.

In der anderen Ecke steht das Winter IPA, mit 6,1 Volumenprozenten, 34 Bittereinheiten und den Hopfensorten Citra, Azacca und Simcoe bestückt. Gemäss Webseite sei der Stil zwischen East-Coast- und West-Coast-IPA einzuordnen. West-Coast-Biere sind hopfiger, bitterer, East Cost steht für fruchtigeren Gerstensaft. Bezüglich Komplexität findet man jedoch Meinungen, welche die eine oder andere Art favorisieren, aber das ist dann wohl eine Frage des Gesamtpakets. Beim Hip-Hop ist es – zumindest für mich – schwieriger, Ost und West unterscheiden zu können … Yo Bum Rush The Beer!

Die zwei ausgezeichneten IPA’s müssen über die volle Distanz gehen. Zu Beginn sieht das Mango IPA wie der klare Sieger aus, kann einige harte Treffer landen. Doch je länger je mehr überzeugt das Winter IPA mit einer Ausgewogenheit, die auf Dauer ganz knapp den Sieg nach Punkten holt. Gehaltvoll, und trotzdem süffig. Klar, der Winter ist vorbei, auch wenn es nicht lang her ist, dass es geschneit hat. Doch dieses Winter IPA ist zeitlos, könnte ich das ganze Jahr über geniessen.

Hat es das Glas des neuen Schweizer Eishockeymeisters, in das ich das Winter IPA eingegossen hatte, vorweggenommen? Ehre, wem Ehre gebührt. Der ZSC duellierte sich im Final mit Lausanne, Dr. Brauwolf aus Zürich hat hingegen in Kooperation mit der welschen Dr. Gab’s-Brauerei nahe Lausanne den Röstigraben überwunden. Dieses Collab-Produkt hatte ich noch nie. Ich war sehr gespannt, da ich auch die Biere vom Beer Therapist Dr. Gab’s äusserst schätze. Und das IPA heisst genau so: Röstigraben.

Frühere Jahrgänge dieser Zusammenarbeit hiessen Polenta oder Müesli. Die 2024-Ausgabe ist nun das erste IPA und trägt den Untertitel Café Olé, da zu dieser sechsten Ausgabe die Zürcher Kaffeemanufaktur beisteuerte. In der Nase ist der Kaffeegeschmack betörend und beim Trinken zwar stärker ausgeprägt, aber keineswegs zu viel. Mit einem Untappd-Rating von 3,63, 35 Bittereinheiten und 5,9 Volumenprozent Alkohol hat es ähnliche Werte wie der heutige Champion Winter IPA, und ist genauso süffig. Wieder eine rundum gelungene Zusammenarbeit der beiden Doktoren. Operation vollauf gelungen. Chapeau!






Zum Schluss möchte ich noch auf diesen Podcast mit dem Brauerei-Chef Stefan Wolf hinweisen, den ich sehr interessant fand:











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