Erneut wird rund um den Globus der «Welt Cocktail Tag» zelebriert. Dieses Mal gebe ich nicht den Muffi-Schlumpf, sondern vermiese Euch diesen unnötigen Feiertag anders: Mit widerlichen Drinks, nach denen Ihr nie wieder ein alkoholisches Mixgetränk in die Hand nehmen werdet.
Am 13. Mai wird jeweils die US-amerikanische Unsitte gefeiert, köstliche Spirituosen mit ungesunden und/oder geschmacksverändernden Zutaten zu panschen. Kein Pole oder Russe käme auf die Idee, seinen Wodka zu verunreinigen. Kein Schotte oder Ire würde Cola in seinen Whisky schütten. Vergangenes Jahr habe ich Euch offenbart, wieso der «Welt Cocktail Tag» so überflüssig wie alkoholfreies Bier ist.
Falls Ihr immer noch gelegentlich an einem alkoholischen Fruchtsalat nuckelt, treibe ich Euch vielleicht dieses Mal diese Flausen aus. Die folgenden Cocktails sind dermassen eklig, dass selbst ein Wermutwolf zum Abstinenzler werden könnte – oder eben: Er geniesst seine Spirituosen auf die einzig sinnvolle Art: pur … in Ausnahmefällen mit ein wenig Wasser.
Hot Mexican Hooker

Beginnen wir mit einem Shot, dessen Name politisch nicht ganz korrekt ist. Wer seine Zutaten kennt, wird ihn aber ohnehin nicht in einer Bar ordern: Er besteht aus Tequila, Tabasco und haltet Euch fest – Thunfischsaft! Ja, diese salzige, fischige Flüssigkeit aus der Thunfischdose.

Horse Jizz

Sieht grässlich aus, schmeckt wohl auch so: Was kann man anders von einem Cocktail erwarten, der salopp übersetzt «Pferdewichse» heisst? Dieser Drink besteht aus Bier und Milch im Verhältnis 1:1. Wenn Ihr ein gehaltvolles Bier wollt, bestellt Euch ein Stout. Denn auch Gerstensaft schmeckt pur am besten.
Smoker’s Cough

Rauchen ist bekanntlich ungesund. Das gilt ebenfalls für dieses Mixgetränk mit dem anziehenden Namen «Raucherhusten». Selbst zwei simple Zutaten wie Mayonnaise und Jägermeister können verheerend sein. Wenn schon Jägermeister, dann eiskalt und solo.
Tapeworm Shot

Niemand wünscht sich einen Bandwurm … auch nicht im Glas. Der «Bandwurm-Shot» besteht aus Wodka, Tabasco und einem Spritzer Mayonnaise. Schmeckt so widerlich, wie es klingt.
Bloody Brain

Falls Ihr kein Zombie seid, werdet Ihr mit blutigen Hirnen nicht viel anfangen können. Der gleichnamige Drink enthält Wodka, Limettensaft und Bailey’s Irish Cream. Der Bluteffekt kommt durch Grenadinesirup zustande.
Mac ‚n‘ Cheese

Die Amis lieben Mac ‚n‘ Cheese – Makkaroni und Käse. Das ist schon mehr als fragwürdig – aber das Ganze zusätzlich mit Rum mischen und als Cocktail servieren? Ich verliere meinen Glauben an die Menschheit …
Kim Jong-un Nuclear Bomb

Dieser Cocktail passt in unsere alles andere als friedliche Zeit: «Kim Jong-un Nuclear Bomb» klingt nicht nur martialisch, sondern schlägt wie eine Bombe auf die Magenwände: einmal Big Mac, einmal McDonald’s Pommes, einmal McDonald’s BBQ-Sauce, einmal McDonald’s Milchshake und einmal McDonald’s Apfelkuchen. Gebt alles in den Mixer – mitsamt einem guten Schuss Wodka.
The Sourtoe Cocktail


Das Beste kommt zum Schluss: Im kanadischen Yukon – konkret an der Second Avenue and Queen Street in Dawson City – findet Ihr den «Sourtoe Cocktail Club». Um dort Mitglied zu werden, müsst Ihr ein simples Aufnahmeritual bestehen:
- Geht in den Sourdough Saloon.
- Kauft einen beliebigen Shot.
- Schwört den Sourtoe-Eid.
- Beobachtet, wie ein echter, mumifizierter Zeh in Euer Getränk fällt.
- Trinkt Euren Sourtoe-Cocktail und vergesst nicht die wichtigste Regel: «Ihr könnt den Cocktail schnell oder langsam trinken, aber Eure Lippen müssen den Zeh berühren.»
Als wäre das nicht schon eklig genug: Der Club zählt mittlerweile über 100’000 Mitglieder! Sagte ich schon, dass ich meinen Glauben an die Menschheit verloren habe?











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