Ja, noch ein Artikel heute – aus gutem Grund. Denn es ist «World Cocktail Day»!!! Für mich einer der höchsten Feiertage. Sascha hingegen macht da immer den Muffi-Schlumpf und nachdem er uns den Tag letztes Jahr und auch vorletztes Jahr erfolglos madig machen wollte, hat er es heuer vielleicht einfach vergessen. Also wird einspruchslos gefeiert!

Am 13. Mai 1806 wurde die erste Definition eines Cocktails publiziert, dazumal natürlich noch in gedruckter Form. Die Definition beschrieb einen Cocktail als stimulierende Komposition von irgendwelchen Spirits, Zucker, Wasser und Bitters – quasi ein Old Fashioned.
Ich dachte mir, dass ich einfach nachschaue, was mein geliebtes «Make-me-a-Cocktail»-App als Tipp des Tages vorschlägt, und das mixe ich mir dann zur Feier. Tja, ich habe allerdings nicht erwartet, dass es so einen gewaltigen Schlag auf die Leber sein wird. Der Tipp des Tages ist heute der «Zombie Punch».

Oder sollte ich sagen: ein «Zombie Punch». Denn «Punch» bedeutet ja auf Englisch gleichzeitig «Punsch» wie auch «Schlag/Hieb». Und «Zombie»- und «Zombie-Punch»-Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Aber ich habe mich hier weitgehend an das «MakeMeACocktail»-Rezept gehalten:

Was ich merkwürdigerweise gerade nicht zu Hause verfügbar habe, ist ein Overproof Rum, aber verflixt noch eins, zwei verschiedene Rum-Sorten sollten ja auch genügen … Klar, das ist ein Merkmal von Tiki-Cocktails, diese Knock-Out-Anzahl von Rums, aber na ja, ich war noch so halbwegs am Arbeiten und wollte keine lallenden E-Mails schreiben.
In meinem Kühlschrank findet sich aktuell auch kein Grapefruit-Saft, das ersetzte ich mit Grapefruit-Sprudelwasser. Tiki-Cocktails sind ja stets enorme Kalorienbomben und das Sprudel hat exakt 0 (in Worten: Null) Kalorien, insofern so weit, so gut, auch hinsichtlich meiner Alkohol-Diät (aktuell: minus acht Kilos). Wie ihr euch vorstellen könnt, hat das Ding aber auch ohne viel Fruchtzucker seine zombifizierende Wirkung entfaltet.
Der «Zombie» ist bekanntermassen einer der klassischen Tiki-Cocktails von Don the Beachcomber. Wer sich dafür – und das Originalrezept aus 1934 – interessiert, dem empfehle ich dieses Video von Spike:
Wer es kurz haben möchte: Diese Seite von Cocktailbart bringt es sec auf den Punkt und erzählt auch die Geschichte, weshalb der Drink so heisst. Nomen est Omen, diese Kreation ist nur etwas für wahrlich trinkfeste Zeitgenossen. Und apropos: Übernächsten Freitag erscheint wieder einmal ein «Weekend-Briefing» mit den allseits beliebten Trinkspielen. Und das Trinkspiel wird sämtliche Cocktails, die ich seit dem letzten Tag des Cocktails 2024 gemixt habe, enthalten. Stay tuned! Cheers! Auf das Leben! Und wenn es euch Zitronen liefert, dann, ja genau, ihr wisst schon, macht damit schmackhafte Cocktails …











Kommentar verfassen