Morgen Sonntag, 2. Februar 2025, ist es wieder soweit: Groundhog Day! Gegen Mittag unserer Zeit wird uns Punxsutawney Phil mitteilen, ob es sechs weitere Wochen Winter oder einen frühen Frühling gibt – jenachdem ob er seinen Schatten sieht. Seit dem Welterfolg des Films wird das mit dem Drink aus dem Film gefeiert, und so wird das auch der Wermutwolf tun.
Die Handlung des Films in voller Länge zu erklären wäre sinnfrei – wenn man seit 1993 nicht unter einem Stein gelebt hat, kennt man diesen Comedy-Meilenstein. Jedenfalls versucht Bill Murray’s Charakter, der immer wieder den gleichen Tag erlebt – Murmeltiertag – seine Kollegin zu verführen, indem er sich ihre Vorlieben zu merken versucht, sodass er diese für seinen Plan einsetzen kann. Und legendär sind die entsprechenden Szenen, in denen sie in der Bar zusammen eins trinken:
Beim ersten Mal bestellt Phil «Jim Beam» mit Eis und Wasser, während Rita (Andie MacDowell) eben den berühmten Satz «sweet vermouth on the rocks with a twist, please» spricht. Trinken tut sie es jeweils nach einem Gebet für den Weltfrieden … Beides ist nicht nach Phil’s Geschmack, doch er adaptiert es fortan für seine Zwecke.
Diese Bestellungen waren zuerst so nicht im Drehbuch vermerkt, in dem Phil die Szene mit einer gewissen Tess in einem Nachtklub vollzieht. Dort bestellte er noch einen Weisswein und sie einen Whiskey. Der 2014 verstorbene Regisseur Harold Ramis erklärte Drehbuchautor Danny Rubin, dass die besten Szenen bei den Hauptdarstellern stattfinden sollten, und so verlagerte sich die Szene von Tess zu Rita und in eine Bar. Dort bestellte Phil ein Light-Bier, während Rita einen Cognac wollte. In einer späteren Version bestellte Phil einen «Jack Daniel’s» und Rita Tequila («Gold, falls sie haben») mit Limette.
Die finale Szene, so Drehbuchautor Rubin, habe dann Ramis so angelegt, dass es ein bewusst männlicher Drink für ihn und ein eher feminin-süsslicher Drink, den er kaum runterkriegt, sein soll. Wir beim Wermutwolf finden dieses Cliché als Wermutliebhaber eher etwas suboptimal, verstehen aber die Intention. Und so werden wir morgen das sympathische Event per Livestream mit einem feinen Wermut auf Eis mit Twist geniessen.
Der Grund, weshalb Regisseur Ramis letztendlich den Wermut-Drink ausgewählt hatte, ist, weil das seine Frau jeweils bestellte. Letztes Jahr wurde anlässlich des 10-jährigen Todes von Ramis eine Gedenkveranstaltung in seinem Heimatort in Chicago ausgetragen, wo auch Bill Murray und sein älterer Bruder, der im Film den Bürgermeister spielt, vor Ort waren. Es wurde extra ein Murmeltier eingeflogen und mit süssem Wermut dem verstorbenen Filmemacher zugeprostet.

Ein lustiges Detail am Rande: Die Idee zur Szene, in der Phil Rita aus einem Buch vorliest, während sie schläft, kam von Bill Murray. Bill’s Ehefrau hatte in ihrer Hochzeitsnacht zu viel Champagner getrunken, sodass sie eingeschlafen war. Murray las ihr dann so lange etwas vor, bis er auch schlafen konnte …

PS, da wir es gerade von Schauspielern haben: Die schottischen Single-Malt-Künstler von «Glenmorangie» (den Sascha und ich sehr gerne sippen) konnten den ikonischen, knorrigen Harrison Ford als Gesicht ihrer neuen Werbekampagne gewinnen. Das Resultat ist witzig, clever, lässt sich sehen. Zum Beispiel in einigen Werbespots, welche schön ironisch mit dem Werbe-Business und Schauspielern umgehen:











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