Alkohol ist nicht nur als Getränk meine Passion. Ich sammle auch leidenschaftlich gern spezielle Flaschen. In meiner Wolfshöhle sind viele davon wohl platziert, um die Räume gemütlich zu machen, wie der Dude sagen würde. Meine letzte Anschaffung enthält die beiden ZSC-Sondereditionen des «TimeOut»-Gins.
In Bälde erscheint bei Galaxus der Artikel über meinen Besuch in der St. Galler Schützengarten-Bierbrauerei. Die haben dort ein Flaschenmuseum, wo man unzählige Exemplare aus den verschiedensten Epochen begutachten kann. Mein Traum ist es, irgendwann so etwas Ähnliches zu eröffnen, aber halt nicht nur auf Bier beschränkt. Einige dieser Flaschen kann man bei älteren Artikeln sehen, wie zum Beispiel hier. Und nicht nur Flaschen: Die jährliche Ausgabe der exquisiten «Reserva de la familia»-Sonderausgaben des extra lange gelagerten Tequilas von José Cuervo kommt immer in einer kunstvoll gestalteten Holz-Box daher, bei der sich jedes Jahr ein anderer Künstler verwirklichen kann – das lasse ich mir nie entgehen.

Oft sind diese Flaschen natürlich etwas teurer. Und auch die beiden ZSC-Flaschen des London Dry Gins «TimeOut» kosten anstatt des sonst schon stolzen Preises von 52 Franken für die Halbliterflasche, 68 resp. 75 Franken. Das Schöne dabei ist aber, dass man für die 75 Franken den «Club 21» mit 30 Franken unterstützt, der sich um den Nachwuchsbereich des «Zett» verdient macht. Ich bin über Instagram darauf gestossen, wo ich diesen Eintrag entdeckt hatte:

Als ZSC-Fan seit den 1980er-Jahren brauchte ich so circa 0,01 Sekunden für die Kaufentscheidung … Die Flasche sieht ja auch schnieke aus. Und das kommt nicht von ungefähr. Die beiden Verantwortlichen bei der «PremiumSwissBrands AG» kommen aus der Werbe-/Kommunikationsbranche und kennen sich mit tollem Design aus. Auch die nicht fremd-gebrandeten Versionen ihres Gins sehen toll aus. Ich hatte mich mit Gründungsmitglied René Auchli unterhalten, der sich als waschechter Netzwerker-Unternehmer entpuppte. Wir werden uns in Kürze an der «Mans World» persönlich kennenlernen, bei der sie Brandpartner sind und wo ich dann wohl ihre Frucht-Versionen des Gins versuchen werde; Green Apple, Blood Orange und Pink Grapefruit.
Nun gut, aber wie steht es denn nun um den Inhalt? Wie immer versuche ich den Gin zuerst pur und dann mit Tonic Water. Beides schmeckt mir ausgezeichnet. Es ist ein klassischer London Dry, doch mit einer sehr angenehmen Frische, einem guten Mundgefühl, einem runden Geschmacksprofil. Ich musste mich zügeln, dass ich ihn nicht zu schnell konsumierte. René verriet mir, dass der bei Langatun hergestellte Gin in kleinen Mengen, 60 bis 150 Liter pro Brand, sorgsam produziert wird. Aktuell stellen sie davon pro Jahr um die 6000 Liter her. Von der Idee bis zur Herstellung der ZSC-Edition habe es ungefähr zweieinhalb Jahre gedauert.

Und selbstverständlich konnte ich als Hobby-Mixologe der Versuchung nicht widerstehen, eines der Cocktail-Rezepte auf ihrer Webseite zu probieren – den «Morning Drop». Während des trockenen Januars bevorzugt bereits frühmorgens für eine gute Laune einzunehmen, haha … Wir haben da natürlich den Dry Gin, dann dazu Espresso, plus Honigsirup (ich verwendete Agavensirup), plus Sherry, Zucker und Salz. Ach, war das ein Genuss! Für solche feine, flüssige Freuden nehme ich mir jederzeit gerne ein TimeOut.












Kommentar verfassen