Was für ein Glück, dass wir in der Schweiz über diese gigantische Brauereidichte verfügen! Und die hiesigen Craft-Biere sind oft so richtig gut. Dieses Mal führte mich der Weg zum hopfigen Himmel zurück zu meinen ältesten Wurzeln, nach Jona, wo ich vor vielen, vielen, ach so vielen Jahren geboren wurde …
Die «Bier Factory» lud am 6. September 2025 zum Tag der offenen Tür. Bereits 25 Jahre Erfahrung auf dem Buckel, kenne und schätze ich ihre Biere aus meinen Einkäufen im Coop. Dort gönne ich mir immer wieder einmal ihr «O.H. IPA» mit 6,5 Umdrehungen und sechs verschiedenen Hopfensorten. Erstmals vor Ort, lernte ich an diesem Anlass nun zwei neue Produkte kennen, die ebenfalls superlecker sind.

Beim ersten Bier war ich hin und her gerissen. Ein starkes Double IPA (9% Vol.!) ist ganz nach meinem Geschmack und auch die schnieke Etikette mit dem UFO und den Ausserirdischen fand ich cool. Nur der Name hat mich irritiert. Natürlich hat das Schlager-Genre den Ausdruck «Atemlos» nicht für sich gepachtet – man denke beispielsweise nur an den gleichnamigen Godard-Film, plus das Remake mit Richard Gere und Valérie Kaprisky – doch die Assoziation ist stark …

Natürlich bereute ich es nicht! Das atemlose, schäumende Gold war fantastisch, eine grossartige Kreation, der man die Alkoholstärke nicht wirklich anmerkt und doch Power mit Charakter verströmt. Nur schon hierfür hat sich der Besuch gelohnt. Die Pizzas waren auch lecker.

Und ihr seht, aktuell läuft ein Crowdfunding. Für die Modernisierung der Brauanlage definierten sie drei Stufen mit verschieden hohen Zielen und Geldbeträgen, 60 k, 110 k und 140 k. Das 140’000-Franken-Ziel würde die Installation aller gewünschten Module ermöglichen. Also Wermutwölfe: Spendet so viel ihr könnt!

Das zweite neue Bier, das ich bestellte, war das fein-fruchtige «Mango Tango», ebenfalls wieder ein IPA (5,7%). Ich hätte mich ein paar Tage danach ohrfeigen können, nur ein 6-Pack (die beiden genannten Sorten, plus ihr Red Ale) nach Hause mitgenommen zu haben …

Die musikalische Untermalung verwirrte uns ein wenig. Die Musik von Lynn Orleans & Yulianne gefiel zwar, wir fanden allerdings, dass der Musikstil so gar nicht zu einem ausgelassenen Bierfest passte. Hier ein Clip von einem anderen Anlass zur Illustration:
Der Taproom wirkt gleichzeitig modern und gemütlich. Normalerweise gibt es an ihren normalen offenen Abenden (Donnerstag & Freitag) keinen Pizzaofen. Man kann sich aber etwas von nebenan liefern lassen.

Und eben, im Shop hätte ich mehr zulangen sollen …

Und so neigte sich ein weiterer bierseliger Abend mit malerischem Abendrot dem Ende zu. Diesen Bericht zu schreiben, hat mich wieder glustig gemacht. Ich werde jetzt gleich atemlos weitere Biere bestellen. Cheers!












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