Ihr wisst es mittlerweile, in dieser Rubrik nennen wir keine Masseinheiten, wir unterbreiten lediglich Zutatenvorschläge. Jetzt, wo der Sommer so richtig durchstartet, kreierte ich mir einen Signature Drink für die heissen Monate. Nach einigen Versuchen gelang es mir zu meiner vollsten Zufriedenheit. Ich hatte mir auch stets Mühe gegeben …
Zuerst gleich mal die Zutatenliste:
- Amuerte Coca Gin – Summer Edition 2025 mit Mamoncillo (43 %)
- Macardo La Guapa Mandarinenlikör (38 %)
- Biostilla Orangenlikör (25 %)
- Aperol (11 %)
- Turicum Vodka Mate (5 %)
Bezüglich Masseinheiten sei einfach so viel gesagt: Der Grundgeschmack soll Mate sein, der Rest einfach eine fruchtige sowie eine bittere Note beisteuern. Die Hitze kann einen schon etwas platt machen. Der Mate und die Coca-Blätter geben die Energie umgehend zurück, für alle möglichen Schandtaten oder Grill-Abende.

Einmal mehr: Solch eine Cocktail-Schöpfung soll gemächlich getrunken werden, denn trotz der Tatsache, dass die Hauptzutat nur 5 Volumenprozente enthält, transportieren die Liköre, der Zucker, den Alkohol mit Warp-Geschwindigkeit ins Hirn, wo er bei zu zügigem Zug Verwirrung auslösen, Nebelkerzen zünden kann. Wie heisst es stets auf den Flaschen: Mit Verantwortung geniessen!

In der Regel bin ich kein Fan von RTD-Dosen (ready to drink, fertig abgefüllte Mischdrinks). Und auch der neue Turicum Vodka-Mate (z.B im Coop erhältlich) ist mir grundsätzlich zu sehr gesüsst. Deshalb ist bei diesem Cocktail reichlich Eis sehr, sehr wichtig, ja matchentscheidend! Bei diesen Temperaturen schmilzt der Mini-Gletscher im Glas rapide, was hierbei von Vorteil ist. Und Aperol und die Bitters geben da gut Gegensteuer, respektive sorgen für Ausgewogenheit.
Wie erwähnt, diese Kreation wird mein Signature-Drink während des diesjährigen Sommers sein und ich empfehle ihn so oder ähnlich zur Nachahmung. Nur eins fehlt noch. Ein Name. Nun gut. Er sei in bester SchleFaZ-Manier «Dani’s Heavy Muntermacher, voll einen im Ma-Tee, Sommerkracher». Cheers!

Die «Summer Madness» manifestiert sich bei mir aktuell auch mit einem heftigen Konzerte-Aufkommen. Und wie schon früher erwähnt, bin ich stets glücklich, wenn man an diesen Anlässen nicht nur 08/15-Ware zu trinken bekommt. Ich war gerade an einer vier-Konzerte/Open-Airs-innert-sieben-Tagen-Tour, und zwei dieser Events möchte ich mit dem imaginären Silver-Wermutwolf-Star auszeichnen!

Im Palais X-tra fand ein Konzert der Band «The The» statt und ich staunte, als ich auf der Bar-Karte unter Weinmischgetränke einen Honig Met erblickte, für CHF 6.50 pro Glas oder CHF 45.00 die Flasche. Ich bestellte mir ein Glas, und weil er mir so gut schmeckte noch eins. Sehr lecker!

Apropos Met: Einen solchen Stand hatte es auch beim Summerside-Open-Air-Festival, es existiert offenbar ein Trend:

Und nicht nur das, es gab auch einen Cocktail-Stand, wo nicht nur Standardkreationen ausgeschenkt wurden. Bier in Ehren, aber bei derart heissen Temperaturen ist es auch mal schön, ein Glas mit viel Eis geniessen zu können …

Ich gönnte mir im Laufe des Tages einen «Dolce Amore» und einen «Estasi». Beides war so schmackhaft wie kühlend.


Ans Festival gereist war der Wermutwolf wegen der hart abrockenden Band «Airbourne, die Australier, welche zuerst als «AC/DC»-Tributband begonnen haben und mittlerweile einen ähnlichen Kultstatus wie ihre Vorbilder aufweisen. Ihre Live-Shows zeichnen sich nebst dem tollen Sound unter anderem dadurch aus, dass jede Menge Bier getrunken und in das Publikum geworfen wird. Und etwa in der Mitte der Konzerte wird jeweils «Lemmy’s Bar» aufgebaut (ja genau, eine Reminiszenz an den leider verstorbenen «Motörhead»-Frontman Lemmy Kilmister, dessen Lieblingsdrink Jack Daniels mit Cola war. Und genau das gönnen sich die «Airbourne»-Mannen zur Stärkung:
An diese Band, dieses Bandritual musste ich denken, als ich diesen Blick-Artikel über Bundesrat Guy Parmelin gelesen habe. Dieser Kontrast der Wahrnehmungen. Grundsätzlich mag ich keine Politiker, egal welchen Spektrums, sie sind mir alle suspekt. Doch die Art und Weise wie sich zum Beispiel die grüne Nationalrätin Manuela Weichelt als Replik auf Parmelins Besorgnis über den massiv gesunkenen Schweizer Weinkonsum (minus 16 % gegenüber Vorjahr) artikulierte, ist einfach nur jenseits von Gut und Böse («Man muss die Präventionsbestrebungen fördern und nicht den Wein. Es spielt keine Rolle, ob man von waadtländischem oder von französischem Wein eine Herz-Kreislauf-Erkrankung kriegt.»).

Um nur einen Teilaspekt dieser Sommergurke zu behandeln: Ich finde es stets befremdend, wie extrem solche Leute die Wechselwirkung von guten Gefühlen zu guter Gesundheit verkennen. Aber jeder wie er kann oder eben nicht kann … Aktuell wird in meiner Wolfshöhle zu Hause ein «Murailles rouge» zum Abendessen verkostet und der schmeckt richtig gut. Diese Marke war bereits Saschas und mein Favorit Ende Jahr bei den diversen Schaumwein-Tastings, und auch der Rotwein überzeugt. Ausserdem kommt er aus dem gleichen Kanton wie Parmelin, dem Waadt. Parmelin selbst ist jetzt sicher nicht der völlige Vorzeige-Winzer, doch so lange er versucht, der hiesigen Weinproduktion zu helfen, stellt er sonst nichts an … Santé!











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