Jäger des verlorenen Schnapses – Goût de Diamants

Die Festzeit naht – und damit der Griff zum Champagnerglas. Es gibt allerdings Schaumwein, der für uns Normalsterbliche unerreichbar ist. So etwa der Goût de Diamants.

Letzthin habe ich wieder mal den ersten Bond-Film «Dr. No» geschaut. Darin gibt es eine Szene, in der Sean Connery und Ursula Andress ein Tiefseeaquarium in der Festung von Dr. No bestaunen. «Eine Million Dollar, Mr. Bond», verkündet der Bösewicht stolz. So viel soll das Aquarium gekostet haben. Hätte Champagner-Liebhaber James Bond die Sonderedition des Goût de Diamants in seinem Weinkeller stehen, würde er über den Wert des Aquariums lächeln.

Das Weingut Chapuy rühmt sich, mit dem Goût de Diamants den weltweit teuersten Schaumwein gekeltert zu haben: Eine Sonderedition, die vom Künstler Alexander Amosu gestaltet wurde, brachte den Franzosen im Jahr 2013 ca. 1,8 Millionen Franken ein. Schon der Inhalt lässt aufhorchen. Der Champagner war laut Hersteller Chapuy ein seltener und begehrter 1976er-Jahrgang – ein hundertprozentiger Grand Cru, Blanc de Blancs Prestige Cuvée aus der Privatsammlung der Familie.

Ein Aquarium für 1 Milllion Dollar? Ich besitze den Goût de Diamants. Du kannst einpacken Dr. No
Ein Aquarium für 1 Milllion Dollar? Ich besitze den Goût de Diamants. Du kannst einpacken Dr. No

Das teuerste am Diamanten-Sprudel ist allerdings nicht der Inhalt, sondern die Flasche. In der millionenschweren Luxusausführung des Künstlers Alexander Amosu besteht das Label aus einer 18-karätigen Weissgoldplatte, die ein 19-Karat-Diamant ziert.

Der 19-karätige Diamant macht den Preis
Der 19-karätige Diamant macht den Preis

Das ist aber nicht alles. Für die 1,8 Millionen Franken gab es noch mehr: So war im Preis ein Flug im Privatjet in die Champagne, die Unterbringung in einem traditionellen französischen Schloss mit 24-Stunden-Butler-Service und Michelin-Sterne-Essen, eine Heissluftballonfahrt über die Region Côte des Blancs und eine Verkostung seltener, unveröffentlichter Jahrgangschampagner mit der Familie Chapuy inbegriffen.

Lust bekommen? Das Diamanten-Paket kann auf der Website Chapuy gebucht werden. Wem das nötige Kleingeld fehlt: Es gibt auch eine «normale» Edition des Champagners mit einem Etikett aus Zinn und einem Glaskristall statt des Diamanten. Der Inhalt besteht gemäss Chapuy aus Grand-Cru-Chardonnay-Trauben, kombiniert mit dezenten Noten von Pinot Noir und Pinot Meunier. Das blumige Bouquet werde von einem Crescendo erfrischender weisser Früchte untermalt. Der zart charmante Charakter soll mit einer verführerisch cremigen Note am Gaumen enden. Zum Preis dieser Edition habe ich leider keine näheren Informationen beim Hersteller gefunden.

Den Goût de Diamants gibt es auch in einer Edition mit Glaskristallen statt Diamanten
Den Goût de Diamants gibt es auch in einer Edition mit Glaskristallen statt Diamanten

Autor

  • Wermutwolf Sascha Zäch

    In jedem steckt ein Wermutwolf. Mit ihm entdecke ich neue Geschmacks- und Geisteswelten. Ausserdem habe ich eine alchemistische Ader und stelle gerne eigene Zaubertränke her.

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