Letztes Jahr hatte ich meinen Tipp für Weihnachtsgeschenke Ende November abgegeben. Dieses Jahr nun nicht erst auf den letzten Drücker. Ja, es ist erneut ein Buch. Und es handelt erneut von Bier. Aber dieses Mal ist es kein Comic. Und man kann und soll damit auf Wanderschaft gehen …
Das 250 Seiten starke Werk von Monika Saxer thematisiert 50 Wanderungen in allen Kantonen der Schweiz, die an einer eigenständigen Brauerei enden, wo man sich die Lebensgeister mit unserem geliebten goldenen Nass wiederbeleben kann. Gerade erst im September 2025 erschienen, sind die Schilderungen und Biere also alle noch brandaktuell.

Am Oktoberfest in München ist heuer öfters Stress angesagt. Es entstand beinahe eine Massenpanik als zu viele Menschen aufs Mal das Areal stürmten. Auch Explosionen und Brandherde fanden in der näheren Umgebung statt. Das kann man sich mit entspannenden Bier-Wanderungen in unserem schönen, kleinen Land alles ersparen.

Mit einer kurzen Wanderung vom Milchbuck zu ihrer Lieblingsbuchhandlung Nievergelt in Oerlikon begann auch die Vernissage mit Monika, die uns zu leckeren Bieren von der Bülacher Brauerei «St. Laurentius Craft Beer AG» erzählte, wie sie Bierwandern-Autorin geworden ist und manche interessante bierige Anekdoten zum besten gab. Beispielsweise zeigte sie uns eine Flasche von Hürlimann, bei der die Mitarbeiter am letzten Tag vor der Stilllegung nach 130 Jahren Bier brauen die Etiketten verkehrt herum andruckten.

2007 belegte Monika einige Kurse, wovon einer Webdesign zum Thema hatte. Nachdem sie ihre Wanderungen also auf einer Webseite veröffentlicht hatte, entstand daraus 2014 ein erstes Buch, welches etwas zürichlastig ausgefallen sei. Später wurde die Buchidee zu einer Schachtel modifiziert, aus der man die einzelnen Wanderungen herausnehmen konnte. Und jetzt ist also ihr neuster Streich erhältlich, was mein Weihnachtsgeschenktipp 2025 ist.

Die Wanderungen werden über jeweils vier Seiten beschrieben, mit praktischen Informationen (Dauer, Schwierigkeitsgrad, etc.), Sehenswürdigkeiten, Karten, Wegpunkte, Höhenprofil, Informationen zum Bier und so weiter. Es existiert auch eine französische Version mit 30 Wanderungen in der Romandie und zehn in der Deutschschweiz.

Ich dachte mir, da ich mich schon in Oerlikon befinde, besuche ich vor der Vernissage erstmals den Taproom der «Brauerei Oerlikon». Alles ist hell, sauber, aufgeräumt und man kann es sich auch im Aussenbereich gemütlich machen. Ich verweilte jedoch drinnen und konnte so die tolle Musik von Lynyrd Skynyrd, Red Hot Chili Peppers und dergleichen geniessen.

Kürzlich offenbar innerhalb eines Steinwurfs umgezogen, gefällt der Raum mit sage und schreibe 16 Zapfhähnen. Ich wählte von diesen zwei Biere aus, die von anderen Brauereien stammen; ein Hazy IPA von «Dos Kiwis» («Oriole») und ein Amber von «Dr. Gab’s» («Chameau»), beide mit sieben Alkoholprozenten und äusserst schmackhaft. Von der «Brauerei Oelikon» selbst, die es ebenfalls seit zehn Jahren gibt, nahm ich aber noch ihr tolles IPA mit nach Hause.

An der Vernissage kam ich mit einem Paar ins Gespräch, das mir erzählte, wenn sie von der «Brauerei Oerlikon» Bier bestellten, diese meistens von Ex-Nationalspieler und ZSC-Legende Mathias Seger persönlich per Lasten-Fahrrad geliefert werden. Also Segi, falls du das liest: Wenn du mir das Bier bis nach Zumikon radelst, zahle ich den doppelten Preis. Und empfangen wirst du dann ungefähr so:











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