Aktualitäten nehmen bei uns eher eine untergeordnete Rolle ein, doch hin und wieder drehen wir eine Nuus-Runde, so auch heute. Es geht ins Wallis, nach Deutschland, Österreich, UK und Amerika.

Gesprächsthema Nummer Eins ist momentan der Regierungswechsel in den USA. Trump droht den Nachbarländern mit hohen Zöllen. Dies könnte dazu führen, dass Amerikaner auch für Bier und Tequila aus Mexico bald mehr bezahlen müssten, unter anderem für das in den Vereinigten Staaten meistverkaufte Bier «Modelo». Allerdings ist hier der Konjunktiv stark zu betonen, da es trotzdem noch unklar ist, ob und wie die Verteuerung an die Endkunden weitergegeben werden würde.

Im österreichischen Burgenland kaufte die Regierung der seit Corona in Nöten steckenden A-NOBIS Sektkellerei Norbert Szigeti GmbH 195’000 Flaschen Schaumwein für vier Euro pro Buddel ab, um das Unternehmen vor der Pleite zu retten. Das hat aber nicht geklappt, die Kellerei ging dann doch mit sechs Millionen Euro Schulden unter. Nun mutiert die landeseigene Wirtschaftsagentur zum Alkoholhändler und versucht, den Sekt am freien Markt zu verkaufen. Sachen gibts …

Mit Erstaunen nahmen wir einen Artikel von «20 Minuten» zur Kenntnis, in dem doch tatsächlich ein Experte in einem englischen Online-Magazin zitiert wurde, dass ein übertriebener Gesundheits-Fokus isolieren könne und man durchaus auch ans Feiern denken soll. Dort könne dann Alkohol als soziales Schmiermittel dienen, indem er soziale Interaktionen erleichtere. Ei der Daus, das sind ja mal heftige Nuus … Natürlich wird dann aber schon auch zum Masshalten aufgefordert (also nicht das Bier-Mass …) und der Artikel endet in der neuen «Normalität», dass vermehrt sogenannte «Sober-Partys» angeboten werden.

Die Kieler Bierbrauerei «Lillebräu», die seit 2018 Craft-Beer herstellt und einen Gastronomiebetrieb führt, hat fertig. Auch hier liegt die wirtschaftliche Basis seit Corona im Argen und jetzt hat es nicht mehr gereicht. Der Oberbürgermeister ist mit den beiden Gründern in engem Kontakt. Sie seien eine treibende Kraft in der hiesigen Startup-Szene gewesen. Dies ist freilich eine von unzähligen gleichlautenden Meldungen, die gefühlt täglich in den Medien aufploppen. Nach der Lektüre musste ich gleich ein Bier gegen die schlechte Laune zischen …

Es freut uns natürlich, wenn sich Regierungsleute für die Alkoholindustrie verdient machen. Womit ich aber nicht gerechnet habe, ist dass der offiziell kleinste Rebberg der Welt, in einer malerischen Gegend hier im Wallis, dem Dalai Lama gehört. 1000 Flaschen Wein werden hier pro Jahr produziert und für wohltätige Zwecke verkauft. Dazu gibt es eine interessante Geschichte um einen «Robin Hood der Alpen», der im 19. Jahrhundert gefälschte Münzen in der Bevölkerung verteilte. Ihm ist der Rebberg gewidmet.











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