Anders als Batman sind seine tierischen Vorbilder, die Fledermäuse, Alkohol keineswegs abgeneigt. Sie vertragen ihn sogar ausgesprochen gut – so gut, dass sie selbst nach einer ausgiebigen Zechrunde noch genauso souverän fliegen wie Tom Cruise in Top Gun.
Ganz offen gesagt: Ich fand Batman schon immer einen Langweiler. Seine einzigen Kumpels sind sein alter Butler Alfred, der junge Robin und der strenge Commissioner Gordon. Die meiste Zeit verbringt Batman beim Training oder in seiner dunklen Höhle – wenn er nicht gerade Bösewichte verkloppt. Kein Wunder: Denn Batman trinkt keinen Tropfen Alkohol. Da sind mir Lebemänner wie Iron Man oder Thor einiges sympathischer …
… oder aber Batmans tierische Vorbilder. Fledermäuse in Mittel- und Südamerika sollen sich regelmässig an fermentierten Früchten und Nektar laben, das berichtet National Geographic. Das führt allerdings weder zu Notlandungen noch gefährlichen Flugmanövern oder gar Kollisionen. Vielmehr würden die Fledermäuse selbst nach einem ausgiebigen Gelage ihr eingebautes «Sonar» nutzen, als ob sie nüchtern wären.

Forscher an der University of Western Ontario in Kanada gaben Fledermäusen Alkohol in einer Menge, die ihrem Körpergewicht entsprach. Die Messung des Blutalkohols ergab bei einigen Studienobjekten einen Promillegehalt von über 3 Promille. Die «sturzbetrunkenen» Fledermäuse wurden in einem geschlossenen Hindernisparcours auf dem Waldboden platziert; die Tierchen mussten um hängende Plastikketten manövrieren, ohne abzustürzen. Zudem nahmen die Forscher die Echoortungsrufe der Fledermäuse auf, um zu testen, ob sie noch klare Signale von sich gaben. Die Tiere nutzen Schallwellen, die von Objekten abprallen, um zu navigieren. Das Erstaunliche: Sowohl den Hindernisparcours als auch den «Sprachtest» bestanden die Fledermäuse mit Bravour.

Ebenfalls interessant: Die hohe Alkoholtoleranz der amerikanischen Fledermäuse hat ihnen laut den kanadischen Forschern vielleicht sogar einen evolutionären Vorteil verschafft, da sie Früchte essen können, die andere Tiere nicht vertragen. Diese Alkoholtoleranz könnte sogar erklären, warum die Fledermausarten in Mittel- und Südamerika so viel vielfältiger sind als in anderen Regionen.











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