«Da sauft mer und sauft mer, und erntet kein Dank»

Letztes Update:

J. A. P. Herbert (1956):
«Wir müssen uns daran erinnern, dass die Gesetze der Natur generell stimmig sind. Und überall, mit gutem Grund, findet man Alkohol. Es gibt Alkohol in Pflanzen und Bäumen: Es muss der Plan der Natur sein, dass es, in einem bestimmten, vernünftigen Mass, Alkohol im Menschen gibt.»

unbekannt:
«BIER! Weil keine gute Geschichte je mit einem Salat begann.»

unbekannt:
«Wenn ich Bier sehe, höre ich zwei Stimmen in meinem Kopf. Die Eine sagt: ‹Trink es!› Die Andere sagt: ‹Hast du nicht gehört? Du sollst es trinken!›»

Ich empfehle dieses Buch sehr: «Eine kurze Geschichte der Trunkenheit» von Mark Forsyth

Cover vom Buch «Eine kurze Geschichte der Trunkenheit»

Der Autor hat in Oxford Literatur und Linguistik studiert und zeigt hervorragend auf, was für eine kulturgeschichtliche Rolle der Alkohol beim Menschen gespielt hat und auch heute noch immer spielt.

Was passiert, wenn wir in einen alkohol- oder sonstwie bedingten Rausch verfallen? Wir verschieben die Grenzen, an denen wir für gewisse Einflüsse empfänglich, für superehrliche Artikulationen zu haben sind, verändern unsere Befindlichkeiten derart, dass vieles möglich wird, was nüchtern nicht machbar oder zumindest viel schwieriger zu bewerkstelligen wäre.

Und gerade bei uns Calvin-, respektive Zwingli-Schweizern, die sich diszipliniert durch unseren Arbeitsalltag kämpfen, unsere Steuererklärungen geflissentlich ausfüllen usw., sind diese dionysischen Rituale umso wichtiger, denn völlig nüchtern durch diese endlosen Wüsten von toten Phrasen, Angsttreiber-News und komplettem Nonsens zu waten, kann’s ja auch nicht sein.

Wie heisst es so schön? Gib einem Menschen Macht, und du siehst seinen wahren Charakter. Das trifft auch auf Alkohol zu. Gib einem Menschen Booze, und man erkennt so einiges viel schneller, wofür man die nüchternen Menschen länger kennen müsste.

Um sich eine gute psychische Gesundheit zu bewahren, ist es von vitalem Interesse, sich immer wieder einmal im Rausch zu verlieren, um sich neu zu finden, zu sammeln, sich neu zu erfinden, seinen inneren Kompass neu zu justieren, die Relevanz von gewissen Sachverhalten zu relativieren.

Und seien wir mal ehrlich: mittlerweile kann man gar nicht mehr so viel saufen, wie nötig wäre, um all diese zahllosen Tsunamis an Bullshit zu ertragen, die täglich auf die Menschen losgelassen werden.

Autor

  • Daniel Frey

    Ich habe Freude am Schreiben. Und am Trinken. Und am Schreiben, während ich trinke. Während des Vollmondes oder während des Trinkens verwandle ich mich in meine wölfische Urnatur.

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