Bei dieser zehnten Jubiläumsaustragung am Samstag, 5. September 2026, war es für mich persönlich eine Premiere. Die Bülacher Brauerei St. Laurentius gehört zu meinen Favoriten, bei denen ich auch regelmässig Bestellungen tätige. Die Wanderung war anders als gedacht.
Letztes Jahr ging ich bereits im Juli auf Bierwanderung. Dazumal führte der Weg von Dietikon ZH nach Geroldswil, über den Altberg bis nach Dällikon. Oder vom Brausyndikat bis zu Ahoi Hill. Das war meine erste Bierwanderung und insofern mein einziger bisheriger Vergleichspunkt zur Bülacher Version. Und wie ich bei meinem letztjährigen Bericht schon prophetisch anmerkte; es werde schwer für kommende Bierwanderungen werden, dieses Level zu toppen.


Es hatte nun in Bülach keine Beschriftungen entlang des Weges, und es handelte sich um eine eher urbane Wanderung. Kein Berg war zu erklimmen, kein Wald zu durchqueren. Ausserdem waren einige Teilabschnitte lediglich circa 15 Minuten lang. Ich bin zwar ein Wermutwolf, doch jede Viertelstunde ein Bier zu kippen, ist selbst für mich kein Selbstläufer. Aber wir – mein hochgeschätzter Kusänn W. aus B. begleitete mich – hatten unseren Spass. Die Brauerei-Crew sowieso ebenfalls, die an diesem Tag zwischen den einzelnen Standorten hin und her gefahren ist. Und auch die Teilnehmer waren sichtlich gut drauf, es herrschte eine sehr gute Stimmung. Es wurde gegrüsst, gelacht, miteinander gesprochen.

Man konnte bei den sieben Stationen einsteigen wo man mochte, und der Zufall wollte es, dass wir genau so starteten, dass diese Mini-Strecken zu Beginn stattfanden. Was zur Folge hatte, dass wir eben relativ rasch einen gewissen Alkoholpegel erreichten … Um den Pin zu erhalten, musste man bei jeder Station ein Bier bestellen und sich den Stempel auf die Karte drücken lassen:

Wir vermuten, dass wir von unserer Einstiegsstation BeeriMeier oben zum Schulhaus Halde hätten wandern sollen, anstatt runter zum Dorfverein 8185, das wäre dann vermutlich doch noch ein kleines Waldstück gewesen und hätte uns den späteren Aufstieg erspart, aber egal, es ist hier Teil des Reizes, dass man überall einsteigen, und dann den Parcours wie auch immer zurücklegen kann. Es wird auch keine Anmeldung oder Startgeld benötigt, schön unkompliziert.

An jeder der sieben hopfigen Haltestellen war auch für das leibliche Wohl gesorgt. Egal, ob man Grill-Ware, Suppe, Pinsa, Raclette oder Hörnli & Ghackets mag, man kam auf seine Kosten. Wir bestellten uns in der Brauerei Burger und lauschten dem Soundcheck der Band, die das St. Laurentius-Lokal rockte. Die Wanderung sei jedes Jahr verschieden. Die sieben Stationen waren jedenfalls so gut organisiert, dass wir nie lange anstehen mussten.

Bezüglich Bier gönnte ich mir die ganze Bandbreite von Lager, über Amber, New England-IPA, American IPA, bis zu Weiss- und Sauerbier. Der «flüssige Sonnenschein», wie eins der Biere hiess, schmeckte durchs Band gut. Und wie schon letztes Jahr, wurden wir mit Wetterglück beschenkt:

Letztlich legten wir innert drei Stunden Wanderzeit etwas über zehn Kilometer zurück. Eine der Gruppen, mit denen wir uns unterhalten hatten, war beim Flughafen losgelaufen, was alleine zum Start der Bierwanderung bereits über sieben Kilometer Strecke bedeutet. Respekt!

Weitere vier Stunden verbrachten wir an den sieben Stationen. Gestartet nach 13 Uhr, ging der Anlass für uns dann nach 20 Uhr bierselig zu Ende, staunend über die beeindruckende Abendrot-Stimmung:


Aufgrund der ausgehändigten Pins wird von ungefähr 1200 Teilnehmern ausgegangen. Es seien circa 3000 Liter Bier gezapft worden. Das sind stolze Zahlen, auch angesichts dessen, dass eine Woche vor Durchführung noch unsicher gewesen sei, ob man den Event auch wirklich durchführen könnte. Die Hagelschäden der Brauerei und einigen Stationen hätten diesbezüglich verunsichert. Umso schöner, dass die 10. Bülacher Bierwanderung dann doch stattgefunden hat.



Und zum Schluss dieses Berichts noch ein Spendenaufruf, da ich Eishockey-Fan bin. Die Unwetter haben auch beim EHC Bülach schwere Hagelschäden verursacht und der Verein, wo Spieler wie die Hollensteins, Severin Blindenbacher, Reto Pavoni, Ronnie Rüegger und mehr hervorgegangen sind, kämpft ums Überleben. Spenden sind willkommen! Meine Versuche, die Vereinsseiten mit der Aktion aufzurufen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Vielleicht schreibt Ihr direkt an info@ehc-buelach.ch. Auch Ochsner Hockey hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die allerdings nur bis am 12. September 2026 läuft:












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