Trumps Zölle – Ein Prätext zum morgigen Auftakt der dreiteiligen Artikelserie über Magie und Korruption in der Agavenindustrie

Die morgen folgende Zusammenfassung eines äusserst spannenden Artikels von mezcalistas.com handelt vom Elend und den Protesten der mexikanischen Agavenbauern. Ich wurde kürzlich gefragt, wie sich Trumps Zölle auf den Mezcal-/Tequila-Markt auswirkte. Auch zu dieser verwandten Frage haben die investigativen Damen von mezcalistas.com Antworten geliefert.

Die Zölle des amtierenden US-Präsidenten werden die Situation noch verschlimmern. Wie sehr, wird sich noch weisen. Der Artikel der Mezcalistas dazu heisst „Trumps Zölle und das Schicksal Ihres Lieblingstequilas und Mezcals“. Wir fassen zusammen.

Letztlich tappen wir noch im Dunkeln, denn nur zwei Tage, nach der Verhängung der 25 %-Zölle auf mexikanische Waren hat Trump das Programm bereits für 30 Tage auf Eis gelegt. Diese 30 Tage sind bald um, aber die Situation ist ungefähr so, dass über drei Viertel der mexikanischen Exporte in die USA gehen und die USA der weltweit grösste Markt für Tequila ist.

Bei diesem politischen Preispoker geht es um viel. Nebst den mexikanischen Bauern, Produzenten, und so weiter kommt eine Analyse des DISCUS zum Ergebnis, dass die Zölle auch mehr als 31’000 Arbeitsplätze in den USA vernichten könnte.

Nun muss man dazu wissen, dass die 25 % keinen Aufschlag auf den Einzelhandelspreis bedeuten würde, sondern auf den Rechnungsbetrag an der Grenze. Im Artikel wird ein Beispiel durchkalkuliert. Wenn eine Tequila-Flasche heute in den USA 60 Dollars kostet, ist der Betrag an der Grenze vielleicht 20 Dollars (bevor der Importeur, der Vertriebshändler und der Einzelhändler ihren Preis draufschlagen). Das heisst, der Zoll würde 5 Dollars betragen, nicht 15 Dollars. Einige Händler würden da noch eine Gewinnspanne auf den neuen Betrag hinzufügen, so dass die gleiche Flasche am Ende um die 67 Dollars kosten könnte.

Bei der Frage, wer am meisten betroffen sein würde, wird spekuliert, dass der Aufpreis zwar vor allem bei den Premiummarken am intensivsten stattfinden würde, dass diese aber über eine gewisse Gewinnspanne verfügten. Die billigeren Produkte werden eher gezwungen sein, die Preise zu erhöhen, mit entsprechenden Konsequenzen. Neuere Marken könnten den US-Markt eventuell gleich ganz sein lassen.

Der Inlandmarkt ist bei Mezcal/Tequila mit 69 % sehr hoch besteuert, so dass es dort wohl keine grossen Expansionsmöglichkeiten gibt. Also wird man versuchen, sich in sicherere Märkte wie Europa und Asien vorzuwagen. Doch für die kleineren Marken sind das grosse Herausforderungen und man rechnet damit, dass es viele von diesen geben wird, welche auf der Strecke bleiben werden. Und bei den grossen Marken wird der Antrieb, mit billigen Rohstoffen gegen die Richtlinien zu verstossen, noch verstärkt werden. Dazu mehr in der kommenden Artikelserie.

Der informative Artikel schliesst mit den beiden Fragen, wer denn, wenn die ganzen Verhandlungen vorbei sein werden, am meisten verlieren und wer am meisten gewinnen werde. Zwei ausgezeichnete Fragen. Wir bleiben dran.

Autor

  • Wermutwolf Daniel Frey

    Ich habe Freude am Schreiben. Und am Trinken. Und am Schreiben, während ich trinke. Während des Vollmondes oder während des Trinkens verwandle ich mich in meine wölfische Urnatur.

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