Zurzeit stehen die Holunderbeeren in voller Reife. Beim Wermutwolf gibt es weder Sirup noch Konfitüre, stattdessen machen wir aus den schwarz-violetten Beeren einen leckeren Likör.
Den schwarzen Holunder findet man hierzulande in vielen Gärten, aber auch wild wachsend an Waldrändern.

Die schneeweissen Blüten verwandeln sich im August in die schönen schwarz-violetten Beeren. Diese werden gerne zu Konfitüre oder Sirup verarbeitet. Das ist uns zu niederprozentig; die Beeren eignen sich aber auch hervorragend für einen schmackhaften Likör.


Die Beliebtheit der Beeren hat einen Grund: Sie enthalten ausser den Vitaminen A, B und C viel Kalium – perfekt, um das Immunsystem im kommenden Winter zu stärken. Doch leider haben die Beeren eine fiese Eigenheit: Roh sind sie alles andere als bekömmlich. Sie enthalten Sambucin und andere schwache Giftstoffe, die unsere Verdauung auf eine Achterbahn schicken. Sie wurden früher sogar als Abführmittel eingesetzt. Werden die Beeren allerdings 10 bis 20 Minuten lang gekocht, macht man diesen unverträglichen Stoffen den Garaus … und genau das tun wir im folgenden Rezept.

Das wäre also geklärt. Dann machen wir uns an den angenehmen Teil. Wir bereiten ca. eine 7-Deziliter-Flasche Likör zu. Dazu benötigt Ihr:
- 300 Gramm reife Holunderbeeren
- 300 Milliliter Wodka
- 125 Gramm Zucker
- Eine Vanilleschote
- Eine halbe Zimtstange
- Den Saft einer halben Zitrone
Streift die Beeren mit einer Gabel von den Dolden ab, sortiert dabei unreife Beeren aus, da diese noch mehr unverträgliche Stoffe enthalten. Gebt die Beeren mit ein wenig Wasser in eine Pfanne und lässt sich 10 bis 20 Minuten köcheln – je länger, desto mehr giftige Stoffe werden abgebaut.
Lasst die Beeren-Saft-Masse abkühlen und bereitet ein grosses Einmachglas vor. Gebt die Beeren mitsamt Saft in das Glas, fügt den Zitronensaft, die Vanillestange, die halbe Zimtstange und den Zucker hinzu. Giesst zum Schluss den Wodka in das Einmachglas und verschliesst dieses. Lasst das Glas für vier Wochen an einem dunklen Ort stehen; zum Beispiel in einem Küchenschrank oder im Keller. Danach könnt Ihr die Flüssigkeit absieben und in eine Flasche füllen, die Ihr am besten im Kühlschrank aufbewahrt. Trinkt die Flasche bis zum Ende des Winters leer.
Wolfstipp: Ein guter Schuss Rum gibt dem Likör noch einen Extrakick.











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