Diese Rubrik ist das nicht ganz ernstgemeinte Instant-Startkabel für das nahende Wochenende. In letzter Zeit eher selten in Erscheinung getreten, gibt es heute das glamouröse Revival im Zeichen unser aller geliebten Lieblingslocation, der guten, alten Stammkneipe! Plus Bullshit-Bingo und Bier-Studien-Ratespiel. Enjoy!
Zuerst machen wir aus der Not eine … naja, Tugend wäre etwas hoch gegriffen … Wir starten mit einem kleinen Bullshit-Bingo-Trinkspiel. Ihr lest nun diesen Artikel. Hier sind die Regeln:
Ein Schluck Bier bei jedem:
- Low-Alcohol
- niedrigprozentig
- alkoholreduziert
- alkoholarme Alternativen
- alkoholfrei
- Reduktion des Alkoholkonsums
- die negativen Folgen übermässigen Alkoholgenusses
- Kampagnen für massvollen Alkoholkonsum
- Low ABV
- Alkoholverzicht
- Entfernung von Alkohol
Ein Kurzer bei jedem:
- Nachhaltigkeit
- Transparenz
- umweltfreundlich
- ethisch vertretbar
- bewusste, gesunde Lebensweise
- Gesundheitsbewusstsein
- Achtsamkeit
- Fitness
- Vielfalt
- Werte
- Selbstfürsorge
- mentale Gesundheit
- gesellschaftlicher Wandel
- Zeitgeist
- eine neue, bewusstere Konsumgeneration
- gesundheitliche Vorteile
Es ist ja nur ein einziger Artikel, was kann schon schiefgehen … Los geht’s!

Ok, wer jetzt noch lesen (oder stehen) kann, für die trinkfesten Wermutwölfe kommt nun Teil 2. Es wurde in diversen Medien kolportiert: Feldschlösschen hat ein Meinungsforschungsinstitut damit beauftragt, den Zusammenhalt in der Bevölkerung zu untersuchen. Grundsätzlich sind die Resultate nicht sonderlich überraschend, wichtig scheint einfach zu sein, dass man möglichst oft zusammen grilliert und Bier trinkt (und vielleicht noch wandert):

Was der Chefredaktor vom Nebelspalter in seiner täglichen Memo-Rubrik jedoch zur Untersuchung geschrieben hat, liess aufhorchen:


Ihr wisst was das bedeutet: Wenn ihr nicht genügend oft in die Kneipen geht und mit den Mitmenschen über möglichst kontroverse politische Themen streitet, dann seid ihr eine Gefahr für unsere Demokratie!

Ihr schaut euch nun diese Archivperle unseres Staatsfernsehens an. Es portraitiert das pulsierende 70er-Jahre-Leben in den damaligen Stammkneipen. Schnäuzer, Bärte, Biere, Pfeiffen, kurze Röcke, Ablästern über langhaarige Jugendliche, das volle Programm! Dazu könnt ihr euch noch ein Bier genehmigen:
Wer jetzt noch denkfähig ist, für den gibt es die Zusatzaufgabe zu lösen. Ihr lest diesen Artikel über diese, äh, Bierstudie. Anschliessend versucht ihr, folgende Fragen zu beantworten:
- Der Titel des fundierten, extrem gescheiten Artikels ist «Eine Biersorte ist besonders gut für den Darm». Im Text steht, dass aber nur Lager-Biere verwendet wurden. Auf welche Biersorte bezieht sich wohl der Titel?
- Es gab zwei Vergleichsgruppen. Bei der einen Gruppe steht, dass es ausschliesslich Männer waren. Bei der anderen Gruppe steht nichts bezüglich Geschlechter. Ist das wohl so, um nicht in toxische Geschlechter-Clichés abzugleiten?
- Die eine Gruppe trank täglich 3,3 dl alkoholhaltiges (Lager-)Bier, die andere Gruppe die selbe Menge an alkoholfreiem Bier. Anschliessend wird erwähnt, dass es keine Kontrollgruppe gegeben habe. Was denkst du, was eine allfällige Kontrollgruppe zu gleichen Resultaten, zum gleichen Anstieg an Bakterien in der Darmflora hätte führen können? Eine tägliche Ration an Blauschimmelkäse? Ranzige Kutteln? Gegorener Hering?
- Zum Schluss wird erwähnt, dass Alkohol grundsätzlich eine schädliche Wirkung auf die Darmflora habe. Dass aber die gute Wirkung des Hopfens die schlechte Wirkung des Alkohols ausgleichen könne. (Ganz dünnes Eis, t-online!) Wie erklärt sich dann, dass sich bei allen Teilnehmern die Anzahl Bakterien in der Darmflora um ca. sieben Prozent erhöht hat?

Wenn sich bei dir mittlerweile alles dreht im Kopf, dann schau jetzt einfach auf das heilige Bier-Rad. Wenn es sich dreht, wirst du bald alle Bierstile und Trinktemperaturen auswendig kennen. Du bist parat für das Wochenende. Cheers!











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